Es ist nicht leicht, neue Fremde zu finden

Es ist nicht leicht, neue Fremde zu finden.
Eine Stadt, ein Landstrich, ein Mensch,
Durch Vertrautheit schon fast unsichtbar, selbstverständlich geworden
Seiner und meiner enthoben.
Wie schön er war, als wir ihn das erste Mal zu Gesicht bekamen.
Wie leuchtend die Farben der Stadt, bevor wir ihr nahe traten,
Sie nach und nach mit Gewohnheit schändeten – Straße um Straße.
Dieser Landstrich noch bevor Worte geboren wurden
In eben jenem Moment,
Der dem Denken als Schweigen vorausgeht,
Unheimlich und eigen.
Lass uns Unvertraute bleiben,
Denn es ist nicht leicht, neue Fremde zu finden.

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