10000 Dinge

Ich las in einem Magazin, dass der Durchschnittseuropäer ungefähr 10000 Dinge besitzt und ich dachte mir, wenn man jeden Tag auf eins davon verzichten würde, dann benötigte man über 27 Jahre um sich von diesem Plunder gänzlich zu befreien, denn man besitzt nicht nur, sondern wird auch besessen.

In Polynesien glaubte man, dass auch den Dingen ein Geist innewohne und sich auf den Besitzer übertrug, wenn er zulange an ihnen festhielt.

Gandhi zwang das britische Empire als Halbnackter in die Knie, er besaß nicht viel mehr als seine Brille, Sandalen und Essgeschirr.

Als Nelson Mandela, nach 27 Jahren Haft, aus Robben Island entlassen wurde, sprach er am Tag darauf von Versöhnung und bewahrte Südafrika vor einem Bürgerkrieg.

Als Abebe Bikila bei den Olympischen Spielen 1960 merkte, dass ihm die Schuhe nicht passten, zog er sie aus und lief barfuss zum Weltrekord im Marathon.

Nichts von dem, was wir besitzen, hat Einfluss auf das, was wir sind und wenn wir spüren, dass unsere Größe sich nicht aus der materiellen Welt speist, dann wissen wir auch, wie wir die schmutzigen Quellen derer trockenlegen können, die Menschen für Kaufhäuser opfern.

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